Ein kurzer Abriss der Schulchronik

Die heutige Silberstein-Schule wurde am 5.Januar 1891 um 10.00 Uhr als dritte Schule überhaupt in Rixdorf
dem Schulvorstand vom damaligen Amtsvorsteher (Bürgermeister)  Boddin  (Boddinstraße) als 5. Gemeindeschule
übergeben. Die Straße hieß damals Knesebeckstraße.

1898 kam ein Anbau dazu, in der dann 5. und 6.Gemeindeschule wurden 846 Mädchen in 14 Klassen unterrichtet,
mehr als 60 Kinder pro Klasse und Raum. In den Zeiten der zwei Weltkriege wechselten die Schulnamen und -nummern.
Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg ist das Gebäude von der 5., 6. und 28. Volksschule ,,besetzt".

Am  4. März 1950 wurde aus der Knesebeckstrasse die Silbersteinstraße.
Dr.Raphael Silberstein war zu Beginn des 20.Jahrhunderts ein sozial stark engagierter Arzt, dessen Praxis
in der heutigen Karl-Marx-Straße angesiedelt war. Er hat sich um das Gesundheitswesen , speziell für Klein- und Schulkinder
sowie um deren schulärztliche Betreuung verdient gemacht - auch über den seit 1920 bestehenden Bezirk Neukölln hinaus.
Dr.Silberstein war von 1919 bis zu seinem Tod im Jahre 1926 Stadtrat für das Gesundheitswesen in Neukölln.

Im Sommer 1951 wurden aus der  5. und 6. Gemeindeschule die 21., 22. und 28. Grunschule,
im Herbst 1951 zog die 28. G aus ,,...und der Unterricht findet nur vormittags statt.
Seit dem 25.04.1952 werden die "Pausenzeichen wieder durch eine elektrisch betriebene Uhr ausgelöst."
1953 wurden die 21. und 22. zur 21.G vereint.
1963 wurden Innentoiletten eingebaut und im Jahre 1967 erhielt die 21. auf Vorschlag des Lehrerkollegiums und
der Elternschaft den Namen ,,Silberstein-Grundschule"
1974 wurde die Turnhalle errichtet. Von 1952 bis 1987 wurde ab Klasse 5 in der 21. G auch Latein unterrichtet.

Wer war Dr.Raphael Silberstein?

Dr. Raphael Silberstein

( * 19.3.1873 Gollnow, + 23.8.1926 Berlin,)
war Arzt, Kommunalpolitiker, Mitglied des Stadtverordnetenkollegiums, später Gesundheitsstadtrat von Neukölln. Sein Verdienst war unter anderem die Einrichtung des Krankenhauses Neukölln. Er starb 1926 als angesehener Bürger der Stadt Neukölln, seine Familie musste nach 1933 emigrieren. Silberstein war Stadtverordneter in Berlin von 1899 bis 1918. Als unbesoldeter Stadtrat wirkte er von 1918 bis 1926. Er gab die Anregung für den Bau des Bades in der Ganghoferstraße.